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-Die Zoologen und Edgar&Marie Show- Auftakt am 2. März 2019 in der Zitadelle Spandau, Gotischer Saal!


Auf den Straßen des Rock’n’Roll
Die Zoologen und Edgar&Marie Show!

Der Osten und der Westen 
– 30 Jahre Wende –

Frank Zoologe und Edgar Rebel hätten sich wahrscheinlich nie kennengelernt, lebten sie doch auf verschiedenen Seiten des Eisernen Vorhangs, der die Welt damals teilte.
Gott sei Dank kam es anders! 
Warum das so war, ist mittlerweile Teil der Deutschen Geschichte.

In den 1990er Jahren trafen sie sich, beide Rolling Stones Fans, bei der Berliner Rolling Stones Band Edstone, der eine als Sänger, aufgewachsen in Berlin Neukölln und der andere als Gitarrist, aufgewachsen im kleinen ostdeutschen Städtchen Weißwasser in der Lausitz.

Warum der Eiserne Vorhang auf den Straßen des Rock’n’Roll die schlechtesten Karten hatte und vieles mehr, erfahrt ihr in der gemeinsamen Show der fabelhaften ZOOLOGEN und EDGAR&MARIE!

Anmeldung für Platzreservierungen bitte über Klaus Wolf:
kmwolf@klang-holz.de
oder 017648349238 oder 030/22348307

https://www.youtube.com/watch?v=3DQ8uzNk8NQ

https://www.youtube.com/watch?v=fhDuq5-bAhM

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40 Jahre

 

40 Jahre führte Moses das Volk der Israeliten durch die Wüste, auf der Suche nach dem gelobten Land. Die Bürger der DDR brauchten 40 Jahre, sich die Freiheit zu erkämpfen.

Ich mache jetzt 40 Jahre Musik. Ja, 1979 hatte ich meinen ersten Auftritt für den es Geld gab. Heisi an der Blockflöte und ich, Klassische Gitarre inklusive einiger Folk Standards. Meine Sportkarriere als Schwimmer bei Chemie Weißwasser hatte ich an den Nagel gehängt, wie vier Jahre zuvor die als Fußballer, ebenfalls bei Chemie Weißwasser. Mit 13 Jahren erschien mir, Rock´n´Roll Star zu werden verheißungsvoller. Bei Peter in der Bertolt-Brecht-Straße 10 trafen wir uns im Keller, einem Verschlag nur für uns,  mit Matratzen ausgelegt und mit Vorhängeschloss, von dem wir glaubten, dass nur wir die Schlüssel besäßen. Dort übten wir Gitarre spielen und träumten von dem, was noch alles geschehen sollte. Dass unser Neubauviertel, zu dem die Brecht -, Eisler – und ein Teil der Lutherstraße gehörten, vom Rest der Stadt als Rockerviertel bezeichnet wurde, wussten wir damals gar nicht. Wir lebten in unserer eigenen Welt und glaubten, dass sich niemand für uns interessiere und so zeigten wir auch wenig Interesse für den Rest unseres Städtchens. Unsere Haare wurden länger, alle Jungen im Viertel, wohin sie auch gingen, hatten stets eine Gitarre unterm Arm, meist in diesen braunen Stoffsäcken und die Coolsten hatten einen Gitarrenkoffer, von dem jeder von uns träumte. Dabei spielte es eigentlich gar keine Rolle, ob man das Instrument überhaupt spielen konnte. Es gehörte einfach dazu und ein Stapel Westschallplatten unterm Arm reichte eigentlich auch. Damit gehörte man genauso dazu.

Als zu jener Zeit in unserem Städtchen einer Volkskunstgruppe die gesamte Musikanlage gestohlen wurde und wir einzeln im Direktorzimmer unserer berühmten Schule VI antanzen mussten, war uns schnell klar, dass man sich doch für uns interessierte. Die Herren, die das Verhör führten, wussten alles über uns. Sie kannten unseren Keller und glaubten sich auch sonst gut informiert. Mein Freund Sieli war laut ihren Akten unser Kapellmeister. Sie wussten eigentlich alles und hatten am Ende doch keine Ahnung von uns. Natürlich waren wir irritiert, merkten aber zugleich, dass die nicht alle Tassen im Schrank haben. Hauptverdächtige waren wir eh nicht und so verlief die Sache im Sande. Wir waren ja auch nicht die Täter. Viel zu lieb , wie meine Generation immer war, fehlte uns für solche Sachen die nötige kriminelle Energie. Wir hielten uns mehr an Frieden, Liebe und Musik und blieben noch lange zusammen, sagten unserem Freund Uli, welche Platten er sich von seiner Oma aus Westberlin zum Geburtstag wünschen sollte, machten Musik, bekamen auf die Fresse, stießen ständig an Grenzen  und weinten um die, die auf der Strecke blieben oder sich in Richtung Freiheit aufmachten.

Es waren die Jahre zwischen Freibier, Liebe und Revolution. …